Die Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen, Schüler und Eltern haben gemeinsam das folgende Leitbild erarbeitet. Sie stimmen darin überein, stets in seinem Sinn zu handeln und sich dabei gegenseitig nach Kräften zu unterstützen.

Jede menschliche Gemeinschaft benötigt gemeinsame Werte. Daher bekennen sich alle am Schulleben Beteiligten ausdrücklich zu den folgenden Werten und bemühen sich, diese im Schulalltag zu achten: die Würde jedes Einzelnen, Respekt und gegenseitige Akzeptanz, sowie Offenheit, Toleranz, gegenseitiges Vertrauen, Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Alle am Schulleben Beteiligten, Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen, Schüler und Eltern, verpflichten sich ausdrücklich auf ein friedliches Zusammenleben. Jegliche Konflikte werden gewaltfrei gelöst. Körperliche Gewalt, verbale Gewalt, Gewalt gegen Dinge und jede Art von Diskriminierung verstoßen gegen unsere Wertevorstellungen.


Sauberkeit und ein schonender Umgang mit den anvertrauten Gegenständen und Räumen bestimmen das Handeln.


Alle am Schulleben Beteiligten bekennen sich ausdrücklich zu ihrer besonderen Vorbildfunktion

Die Schule als Erfahrungsraum ist ein Ort, an dem der und die Einzelne die Vor- und Nachteile, aber auch die Notwendigkeit von Gemeinschaft erfährt. Die Schülerinnen und Schüler lernen am Modell dieser Gemeinschaft die Grundbedingungen eines friedlichen, gerechten, geregelten und verantwortungsbewussten Zusammenlebens in einer demokratischen Gesellschaft, erfahren aber auch Schwierigkeiten, die dies bereiten kann. Dazu gehören auch das Verständnis für die Notwendigkeit von Ordnungen, Selbstdisziplin und sozialem Verhalten.

Junge Menschen im Kindes- und Jugendalter von der Unmündigkeit in einem oft langen und schwierigen Prozess zur Mündigkeit zu führen, ist eine hohe Kunst. Die Johannes-Kepler-Realschule will dafür geeignete Elemente der Lehre des Lernens und der Lehre des Lehrens bereitstellen. Hierbei zielen Unterricht und Erziehung darauf ab, unsere Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen einer sich rasch wandelnden Welt vorzubereiten.

Die Realschule vermittelt eine erweiterte allgemeine Bildung als Grundlage einer Berufsausbildung oder weiterführender schulischer Bildungsgänge. Sie schafft die Grundlage für Berufe mit erhöhten theoretischen Anforderungen, in denen Aufgaben mit gehobenen Ansprüchen an Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Verantwortung und Menschenführung gestellt werden. Deshalb müssen sich die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule darauf einstellen, dass ihre Lern- und Leistungsbereitschaft ständig eingefordert wird. Leistungen zu erbringen muss nicht zwangsläufig mit Frust verbunden sein. Leistung ist sinnstiftend für das menschliche Sein und findet in der schulischen Gemeinschaft breite Anerkennung. Jede Schülerin, jeder Schüler hat das Recht stolz auf seine/ihre Leistungen zu sein.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken. Die Lehrerinnen und Lehrer an unserer Schule sind stets darauf bedacht, solche Techniken anzuwenden und zu entwickeln. Sie sind die Basis für effektives, erfolgreiches Arbeiten und die Fähigkeit, sich selbstständig weiterzubilden. Dass die Schülerinnen und Schüler als Voraussetzung für gute Lernerfolge Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt sowohl im Unterricht als auch in der unterrichtsfreien Zeit mitbringen, ist für uns selbstverständlich.

Das gefächerte Bildungsangebot der Realschule erfordert das Fachlehrerprinzip. In wichtigen pädagogischen Fragen stimmen sich die Lehrerinnen und Lehrer untereinander ab und arbeiten zusammen. Dem personalen Bezug zwischen Lehrenden und Lernenden kommt eine grundlegende Bedeutung zu. Dies gilt für die Gestaltung des gesamten Schullebens. Beim Übergang der Schülerinnen und Schüler von der Grundschule an die Realschule ist uns die soziale Integration in die Klasse bzw. in die Schule ein besonderes Anliegen.

Lehrerinnen und Lehrer teilen anfallende Aufgaben untereinander auf und tragen dazu bei, dass die Schulleitung einen kooperativen Führungsstil realisieren und pflegen kann.

Es ist uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, demokratische Verhaltensweisen einzuüben, zum Beispiel über die SMV. Der Lebensraum Schule soll durch die Schülerinnen und Schüler aktiv mitgestaltet werden; Möglichkeiten dazu bilden die Arbeit in der Schülermitverantwortung (SMV), Klassen- und Schülerrat. Die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Mitgestaltung fördert die Identifikation mit unserer Schule. Die Schülerinnen und Schüler werden als mitverantwortliche Gesprächspartner ernst genommen.

Die gute Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten sehen wir als unverzichtbar an. Schule und Eltern sind stets um einen engen Kontakt zum Wohl der Kinder und Jugendlichen bemüht. Die gemeinsame Einforderung von Leistungsbereitschaft und sozialen Kompetenzen trägt wesentlich zur Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bei. Lehrerinnen, Lehrer und Elternschaft beraten und unterstützen sich gegenseitig dabei, stets einen förderlichen Weg zum Lernen zu finden, Freude daran zu wecken und für eine gedeihliche Lernatmosphäre einzutreten. Sie suchen bei Schwierigkeiten und Konflikten das Gespräch und bemühen sich, diese in einer kooperativen Weise auszuräumen.

Die Johannes-Kepler-Realschule versteht sich als aktiver Teil der Gesellschaft und hat sich deshalb seit jeher stark um außerschulische Kontakte bemüht. Die Offenheit für neue Kontakte, die dem Wohl unserer Schülerinnen und Schüler dienen, haben zu erfolgreichen und langjährigen Kooperationen geführt, beispielsweise auf dem Gebiet des sozialen Lernens: Akzeptanz und Integration von Behinderten einerseits und schulische Förderung und Betreuung von Spitzensportlern andererseits zeigen das weite Spektrum, das in unserer Schule abgedeckt wird.

Dieses Leitbild kann nicht als bleibend betrachtet werden, da es Teil eines Prozesses ist. Es wird immer wieder auf seine Gültigkeit überprüft und weiterentwickelt, wobei auch künftig die gesamte Schulgemeinschaft mitwirken soll.