Johannes-Kepler wird 1571 in Weil der Stadt geboren. Sein Geburtshaus ist das Haus seiner Großeltern. Es wird im 30-jährigen Krieg zerstört und später wieder aufgebaut. Heute befindet sich dort das Kepler-Museum.

1576 zieht er mit seiner Familie nach Leonberg, 1579 pachtet diese in Ellmendingen bei Pforzheim das Gasthaus „Zur Sonne“.

Schon früh interessiert sich der junge Johannes für die Ereignisse, die sich am Himmel abspielen.


1591:Kepler wird Hochschullehrer in Tübingen.

1594 – 1600: Kepler arbeitet als Mathematiklehrer in Graz.

1596:Heirat mit Barbara Müller.

1600: Wegen der Gegenreformation flieht Kepler nach Prag. Dort lehrt er als Assistent von Tycho Brahe und wird dessen Nachfolger als kaiserlicher Mathematiker.

1609: Veröffentlichung der ersten beiden „Keplerschen Gesetze“.

1611:Kepler erfindet ein Fernrohr, das dem Galileofernrohr überlegen ist. Sein Lieblingssohn Friedrich stirbt mit 6 Jahren an Pocken, wenig später seine Frau Barbara am „Ungarischen Fleckfieber“.

1612 – 1626 :Kepler ist Landschaftsmathematiker in Linz. Immer wieder muss er sich um die Verteidigung seiner Mutter kümmern, die der Hexerei angeklagt wird.


1621 wird sie frei gesprochen. Sie stirbt 1622.

1613: Kepler heiratet in zweiter Ehe Susanne Reuttinger. Sie kümmert sich um seine beiden unmündigen Kinder.

1619: Das „3. Keplersche Gesetz“ wird veröffentlicht. Sein Werk „Epidomes“ wird vom Vatikan verboten. Die protestantische Kirche Württembergs verweigert Kepler die Teilnahme am Abendmahl.

1626: Unter dem Druck der Gegenreformation verlässt Kepler Linz.

1627: Die „Rudolphinischen Tafeln“ werden gedruckt.

1630: Kepler stirbt in Regensburg. Sein Grab wird zwei Jahre später in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Die Erforschung der Planetenbahnen um die Sonne mündet in Keplers Lebenswerk, den 3 Keplerschen Gesetzen. Newton leitet daraus sein Gravitationsgesetz her. Daneben gilt Johannes Kepler als „Vater der modernen Optik“. In seinen „Rudolphinischen Tafeln“ beschäftigt sich Kepler mit Sonnen- und Mondstellungen, die auch für die Seefahrt von großer Bedeutung sind.


Albert Einstein schreibt über Kepler:

„ Weder durch Armut noch durch Unverständnis der maßgebenden Zeitgenossen, die den Verlauf des Keplerschen Lebens und Werkes erheblich bestimmten und die freie Entfaltung seines Könnens behinderten, ließ er sich lähmen oder entmutigen. Dabei hatte er es mit einem Gegenstande zu tun, der den Bekenner der Wahrheit auch unmittelbar gefährdete. Er gehörte jedoch zu den Wenigen, die überhaupt nicht anders können, als auf jedem Gebiete offen für ihre Überzeugungen einzustehen.“

Diesem Zitat ist nichts hinzuzufügen. Es ist für unsere Realschule Ehre und Verpflichtung den Namen „Johannes-Kepler-Realschule“ tragen zu dürfen.